Zecken: FSME & Borreliose

Zecken: FSME und Borreliose

Zecken kommen nahezu im gesamten Bundesgebiet vor.
Hierzulande werden durch diese Insekten zwei Erkrankungen übertragen, die Frühsommermeningoenzephalitis, kurz FSME, und die Borreliose.

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung. Diese verläuft oft milde unter dem Bild eines grippalen Infekts. Falls es jedoch zum Vollbild der Hirn- und Hirnhautentzündung kommt, sind bleibende Schäden häufig, auch Todesfälle kommen vor.
Wiewohl München noch als FSME-freie Zone gilt, rücken die Grenzen des befallenen Gebiets der Stadt immer näher. Nachdem eine wirksame und gut verträgliche Impfung verfügbar ist, empfehlen wir diese grundsätzlich allen Patienten, bei denen keine Kontraindikationen vorliegen. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen, aufgefrischt wird je nach Lebensalter alle drei bis fünf Jahre. Die Kosten hierfür werden für in Bayern lebende Patienten von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen.

Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion, gegen die bislang keine Impfung zur Verfügung steht. Sie verläuft in mehreren Phasen und kann unbehandelt chronifizieren und zu schweren Schäden führen. Die Initialphase verläuft klassicherweise unter dem Bild einer flächigen Hautrötung, des Erythema migrans, welches zwischen etwa einer und vier Wochen nach dem Zeckenbiß auftritt und oft von unspezifischen Allgemeinsymptomen begleitet ist. Tückischerweise fehlt dieses Erythem aber in bis zu 50 Prozent der Fälle; oft kommt es lediglich zu unterschiedlich stark ausgeprägten grippeartigen Beschwerden.
Da die Borreliose in diesem frühen Stadium gut mit Antibiotika behandelt werden kann, ist es ratsam, bereits bei dem geringsten Verdacht den Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann eine Infektion oft durch entsprechende Laboruntersuchungen nachweisen oder ausschließen und gegebenenfalls eine adäquate Therapie einleiten.